Podiumsdiskussion

»Krimi als Kartharsis?«
Über die Zusammenhänge von  Kriminalliteratur, Frauenbild und Gesellschaft
Kaum eine Unterhaltungsform überschwemmt uns auf allen Kanälen so sehr, wie Krimis. Im Dossier der ZEIT vom 21. November 2019 suchte Sabine Rückert zu ergründen, wieso unsere Gesellschaft so sehr vom Bösen fasziniert ist. Sie attestiert mit den Worten des Theologieprofessors Ulrich Körtner dem Krimi eine fast kultische Funktion. Wenn also der Krimi unsere neue Religion ist, wie steht es mit der Rolle der Frau im Krimi? Kann sie sich von der ewigen Opferrolle emanzipieren?
Krimis sind nicht nur Unterhaltungsliteratur, die uns nach dem guten Ende an das Positive in der Welt glauben lassen, sie spiegeln unsere Gesellschaft unsere Bedürfnisse und Ängste wider.

Wir freuen uns auf ein erhellendes und anregendes Gespräch mit unseren Diskutanten:
Dr. Melanie Büttner, Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Traumatherapeutin und Sexualtherapeutin
Janet Clark, Autorin und politisch Beauftragte der Mörderischen Schwestern e.V.
Arno Helfrich, Kriminaloberrat und Leiter des Kommissariats 105 für Prävention und Opferschutz in München
Juliane von Krause, Leiterin der Münchner Gruppe von Terre des Femmes und Geschäftsführerin von „Stop dem Frauenhandel“
Judith Merchant, Autorin, Literaturwissenschaftlerin und Dozentin an der Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Dr. Thomas Wörtche, freier Kulturjournalist, Literaturkritiker und -wissenschaftler sowie Publizist

Geleitet wird die Diskussion von Thea Lehmann und Anne-Marie Rusk von den Mörderischen Schwestern im Zenzl Mühsam Saal ab 19.30 Uhr.